Kleine Stilkunde zum Thema Stuck.
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Griechischer Stil (800-200 v.Chr.)
Die griechischen Baumeister brachten die senkrechten (tragenden) Bauteile
in ein harmonisches Verhältnis zu den waagerechten.
Merkmale: Die Säulenordnung nach VITRUVIUS POLLIO Ionisch (früh),
Dorisch (klassisch), Korinthisch (spät)
Bauten: Akropolis in Athen, Zeustempel in Olympia, ...
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Römischer Stil (400 v.Chr. - 400 n.Chr.)
Kreisförmige Bauten mit großartigen Gewölbekonstruktionen entstehen.
Merkmale: Badehäuser, Thermen, Aquädukte und große Paläste prägen
das Stadtbild.
Bauten: Kapitol in Rom, Rundtempel in Tivoli, ...
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Frühchristlich-byzantinischer Stil (400-800
n.Chr.)
Die dreischiffige römische Basilika entwickelt sich durch Anbau eines
Querschiffes und durch seitliche Ausweitungen zur drei - bis fünfschiffigen
Kirche. Mit steigender Bedeutung des byzantinischen Reiches kommen auch
orientalische Einflüsse zur Geltung.
Merkmale: Farbenprächtige Mosaike, Bogen und Kuppeln werden oft
übereinander gestellt.
Bauten: St. Peter in Rom, Hagia Sophia in Saloniki, ...
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Romanischer Stil (900-1300 n.Chr.)
Auf der Grundlage des frühchristlichen Kirchenbaues entwickeln die europäischen
Völker - entsprechend Ihrer nationalen Eigenart - einen neuen Baustil:
Die Romanik.
Merkmale: Kreuzförmige Grundrisse, Das "Vierungsquadrat" gilt
als Grundmaß für den gesamten Bau.
Bauten: Dom zu Speyer, Klosterkirche in Fulda, ...
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Gotischer Stil (1250-1500 n.Chr.)
Gotisch = Barbarisch, damit wollten die italienischen Baumeister ihren
Missfallen an dieser Bauweise, die eine Schöpfung der nördlich der Alpen
beheimateten Völker war, zum Ausdruck bringen. Ursprungsland dieses
Stils ist Frankreich.
Merkmale: Gurtbögen, Kreuzrippen, Maßwerk, Spitzbögen sind Zeichen
der Gotik.
Bauten: Notre Dame in Paris, Stephanskirche in Wien, Ulmer Münster,
...
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Renaissance (1500-1650 n.Chr.)
Mit der Renaissance beginnt die Erneuerung auf wissenschaftlichem und
künstlerischem Gebiet. Man knüpft an philosophische und naturwissenschaftliche
Erkenntnisse der Griechen und Römer an und entwickelt diese weiter.
Ursprung in Florenz.
Merkmale: Kassetierte Flachdecken später auch Tonnengewölbe,
Innenhöfe und breite Treppen prägen den Baustil.
Bauten: San Lorenzo und Findelhaus in Florenz, Anlagen und Paläste
am Marcusplatz in Venedig, ...
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Barock und Rokoko (17. und 18. Jahrhundert)
Das aus Portugal Stammende Wort "Barock" bedeutet etwa "schiefrund,
unregelmäßig geformt", Im Baustiel - "verschnörkelt, übertrieben". Rokoko
(franz.: rocaille = Muschelwerk). Aus dem Kraftvollen wird das Zierliche.
Merkmale: Kraftvolle Bewegung, Säulen und Säulengruppen, die
Über mehrere Stockwerke emporragen, majestätische Treppenhäuser, ...
Bauten: Kirche in der Wies (Dominikus Zimmermann), Zwinger in
Dresden (Daniel Pöppelmann)
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Klassizismus - Historismus (19. Jahrhundert)
Nach der Überladenheit des Barock und Rokoko wird der Wunsch nach Einfachheit
und Klarheit deutlich. "Edle Einfalt und stille Größe". Es werden griechische
und Römische Bauwerke nachgeahmt.
Merkmale: Kirchen , Torbauten, Museen, und Theater entsprechen
dem Geist der Klassik. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts werden
auch Profanbauten wie Bahnhöfe, Wohnhäuser und Kaufhäuser mit antiken
Stilmitteln versehen.
Bauten: Glyptothek in München (Leo von Klenze) Neue Wache in
Berlin (Karl Friedrich Schinkel)
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Die Moderne (20. Jahrhundert)
Der Gedanke des modernen Baustils ist die Funktionsgerechtigkeit, d.h.
Die architektonischen Formen müssen sich nach Zweck und Aufgabe eines
Baues richten.
Merkmale: Industriebauten (AEG-bauten 1908/09 von Peter Behrens
Träger der modernen Idee war das sog. "Bauhaus", 1912 in Weimar gegründet.
Durch die Architekten Walter Gropius und Ludwig Mies van der Rohe erlangte
das Bauhaus internationale Bedeutung.
Bauten: Das Bauhaus in Dessau (Walter Gropius), AEG-Turbinenhalle
in Berlin (Peter Behrens)
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